„Eingeborene und Einwanderer im Lande Digitalia“, so lautete die Überschrift eines kurzen Artikels im Samstagkurier vom 6.2.2010. Er stand im Anschluss eines Berichts über den Ausstieg aus Facebook & Co, ähnlich wie der Artikel aus der Presse, den wir als Hausübung behandeln sollten.
In dem kurzen Artikel wird der US Neurowissenschafter Gary Small zitiert, der die Menschen in „digital natives“ und in „digital immigrants“ einteilt. Zur ersteren Gruppe gehören Jugendliche und Kinder, die mit Nintendo, Computer und Handy aufgewachsen sind während zu den „immigrants“ Menschen zählen, die erst im Erwachsenenalter den Umgang mit dem Computer erlernt haben.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Gehirn eines Kindes in frühen Jahren noch sehr formbar ist. In dieser Zeitspanne werden neuronale Verbindungen hergestellt, die Kommunikation, Lesen, Musizieren und Sport betreffen. Allerdings kappt das Gehirn Verbindungen, die nicht oft abgefragt werden. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass diese „digital natives“ später Probleme haben, aufmerksam zuzuhören und sich längere Zeit zu konzentrieren. Auch haben sie nie gelernt, auf Körpersprache und Signale ihres Gesprächspartners zu achten.
Ich war ziemlich betroffen, als ich diesen Artikel gelesen hatte. Normalerweise sehen Kinder solche Geschenke wie einen Nintendo, ein Handy, eine PSP etc. als etwas Positives an und ich kenne niemanden, der sich über solche Dinge nicht freuen würde. Ich bin mir aber sicher, dass sich die Eltern dieser Kinder nicht bewusst sind, welche Probleme später einmal auftauchen können. Konzentriertes Lesen und die Bereitschaft, anderen zuzuhören und auf sie einzugehen sind Fähigkeiten, auf die niemand verzichten kann.
benedikt94 - 12. Feb, 18:07
Nach Weihnachten beschlossen wir, unser altes Fernsehgerät gegen ein neues auszutauschen. Unser altes Gerät zeigte bereits seit einiger Zeit Ausfallserscheinungen, das heißt, er schaltete sich während der Ausstrahlung ab und ein paar Sekunden später wieder ein. Das geschah oft mehrere Male hintereinander und machte den Konsum von Kriminalserien spannender, wir wussten noch weniger als die ermittelnden Beamten.
Leider hatten wir mit dem neuen Gerät Pech. Das Bild war zwar gut, doch zeigte sich bei raschen Bewegungen der Schauspieler oder beim schnellen Schwenk der Kamera ein Nachzieheffekt. Wir konnten zusehen, wie sich das Bild auflöste und neu zusammensetzte.
Das Gerät wurde anstandslos ausgetauscht. Beim neuen Fernseher betrachteten wir das Bild ganz genau und achteten besonders auf rasche Bewegungen, doch diesmal zeigten sich keine unerwünschten Effekte.
benedikt94 - 24. Jan, 15:10
Kurz nach den Weihnachtsferien habe ich es endlich ins Kino geschafft. Roland Emmerichs „2012“ habe ich leider verpasst, er wurde nur noch im Nachtprogramm gezeigt.
Am Samstag nach den Ferien habe ich mir dafür James Cameron‘s „Avatar“ in 3D angeschaut. Bis dahin hatte ich noch nie einen so langen Film in 3D gesehen, „Avatar“ dauerte rund drei Stunden. Gleich bei der Kinokasse bekamen wir die 3D Brillen, natürlich gegen Bezahlung. Selbst die Filmvorschau war bereits im neuen Modus aufgenommen. Für mich war er am Anfang etwas ungewohnt, doch nach ungefähr einer halben Stunde dachte ich nicht mehr an die Brille, sondern konnte mich völlig auf das Filmgeschehen konzentrieren.
Ich gewann den Eindruck, das Geschehen spielte sich nicht mehr auf der Leinwand ab, sondern über den ersten Reihen des Kinosaals. Ich frage mich, wie die Zuschauer der ersten Reihen das den Film erlebt haben.
Soviel ich gehört habe, werden heuer mehrere Filme in 3D anlaufen, der neue Modus ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber von Vorteil bei Abenteuerfilmen.
benedikt94 - 21. Jan, 16:47
Ich habe schon in meinem letzten Blog das Thema Kino angeschnitten. Weiters muss ich zugeben, dass ich schon immer gerne ins Kino gegangen bin. Die Informationen bekomme ich durch Gespräche mit Freunden, aus Fernsehzeitschriften und durch die Werbung im Fernsehen. Am liebsten sehe ich Fantasygeschichten und lustige Animationsfilme von Disney und Pixar. Zurzeit laufen zwei Filme in den Kinos, die mich sehr interessieren würden, leider habe ich bis jetzt nie die Zeit gefunden, sie mir anzusehen. Der erste Film ist der von vielen Werbungen angekündigte „Avatar“ von James Cameron. Der zweite Film ist Roland Emmerichs „2012“, von dem man ziemlich eindrucksvolle Plakate sehen konnte. von Roland Emmerich kenne ich bereits zwei Filme, die mich sehr beeindruckt haben, nämlich „Godzilla“ und „The Day After Tomorrow“. Ich bin mir sicher, dass auch „2012“ spannend ist. Außerdem hat mir Manuel schon erzählt, dass ihm der Film sehr gut gefallen hat.
Leider habe ich die Wiederholung der Trilogie „Der Herr der Ringe“ eine Woche vor Weihnachten verpasst. Die Kinos im Gasometer haben an nur einem Tag alle drei Filme im Programm gehabt.
Obwohl ich die Geschichte bereits auf DVD gesehen habe, so ist sie doch auf der Leinwand beeindruckender.
benedikt94 - 27. Dez, 16:12
In der vorletzten Wahlpflichtfachstunde gingen wir mit Frau Professor Neubauer ins Kino, um uns die neueste Verfilmung des Weihnachtshits „A Christmas Carol“ in Originalversion anzusehen. Da ich bereits verschiedene Versionen der Geschichte kenne, war ich nicht allzu begeistert.
Neu war bei dieser Verfilmung, dass die Gesichter von Schauspielern gescannt und computeranimiert waren. Die ersten beiden Geister, die Scrooge heimsuchen, waren nicht besonders zum Fürchten. Den dritten Geist hat man nie wirklich als Figur gesehen, sondern immer nur einen schwarzen Schatten am Boden. Der Geist wirkte bedrohlich, obwohl seine Stimme nicht zu hören war. Als er Scrooge mit schwarzen Pferden verfolgte, schien die Szene aus einem Albtraum zu kommen. Obwohl Scrooge zu fliehen versuchte, konnte er seinen Verfolger nicht abschütteln. Die schwarzen Pferde waren immer knapp hinter ihm. Untermalt wurde die Szene, mit lauter Musik, die sich noch steigerte, als Scrooge glaubte, entkommen zu sein.
Mir hat der Film recht gut gefallen, obwohl ich anfangs ein bisschen skeptisch war. Trotzdem denke ich, dass der Film nicht für Kinder ab acht Jahren (laut Kinoprogramm) geeignet ist.
benedikt94 - 22. Dez, 16:55
Seit der UEFA Euro 2008 interessiere ich mich verstärkt für Fußball. Ich habe alle Matches, soweit es ging, im Fernsehen verfolgt. Bei den Fernsehübertragungen sah man deutlich, wie viele Menschen zu den Spielen gekommen waren. So nahm ich mir vor, auch einmal ins Stadion zu gehen, um ein Match live zu sehen. Meine Schwester hatte in der Zwischenzeit Freikarten für ein Länderspiel bekommen und hatte mir von der tollen Atmosphäre im Stadion erzählt. Letzten Sonntag war es soweit, ich ging mit Mert und Daniel zum Wiener Derby.
Obwohl man manche Positionen im Fernsehen öfter und genauer sehen kann, hat es mir im Stadion besser gefallen. Während bei der Übertragung ein Journalist kommentiert, muss man im Stadion das Geschehen selbst verfolgen. Wenn ein Tor fällt, zeigen die Kameras mehrmals die Wiederholung, oft sogar in Zeitlupe. Auch heikle Situationen, wie zum Beispiel eine Abseitsposition oder ein Foul können besser mit Hilfe der Kamera erkannt werden. Die Stimmung kann zum Beispiel nicht im Fernsehen übertragen werden. Da muss man schon selbst ins Stadion gehen. Trotz der überlegeneren und der vielfältigeren Möglichkeiten der Kameras gefällt es mir doch besser, live dabei zu sein.
benedikt94 - 27. Nov, 17:55
Die Ausstellung über die besten Pressefotos war äußerst beeindruckend. Jeder bekam ein Arbeitsblatt und sollte jeweils ein Beispiel für bestimmte Kategorien auswählen. Die Kategorien waren zum Beispiel schwarz-weiß, Kontrast Vordergrund-Hintergrund oder Farbkontrast hell-dunkel. Da nicht allzu viel Zeit zur Verfügung stand, musste ich meine Wahl rasch treffen. Das war nicht immer einfach, so war ich nicht immer sicher, ob ich das treffendste Foto ausgewählt hatte.
Zum Schluss sollten wir noch eine persönliche Wahl treffen und das schockierendste, das schönste, das langweiligste und das lustigste Foto aussuchen.
Obwohl mich die Fotos aus den Kriegsgebieten beeindruckt haben, kann ich nicht ganz nachvollziehen, woher die Fotographen den Mut nehmen, in manchen Situationen den Auslöser zu betätigen. Ich hätte auch das Foto von dem Erdbebenopfer, von dem nur der Kopf aus den Erdmassen ragte, nicht gemacht. Obwohl die Aufnahme sehr effektvoll war, hätte ich doch moralische Bedenken gehabt.
benedikt94 - 23. Nov, 21:30
„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage:“
Gleich nach der ersten Deutschschularbeit, einer Gedichtinterpretation, bekamen wir William Shakespeares Hamlet als Reclamausgabe. Das war die erste Klassenlektüre in der sechsten Klasse. Da wir bis jetzt nichts von Goethe, Schiller oder Lessing gelesen hatten, kam diese Wahl etwas überraschend. Ich hatte die leise Befürchtung, dass sich diese Lektüre als schwierig erweisen könnte. Doch im Endeffekt war es nicht schwierig, je länger ich mich damit befasste, desto leichter fiel es mir. Hamlets Monologe waren leicht zu verstehen, aber die Reden von Polonius bereiteten mir kleine Probleme. Zwischendurch war ich gezwungen, den Absatz noch einmal zu lesen. Deshalb war ich nicht besonders traurig, als er sich kurz nach der Hälfte des Buches mit den Worten „O ich bin umgebracht!“ verabschiedete.
Auch wenn das Ende tragisch war (Ende gut, alle tot), hat mir das Werk sehr gut gefallen.
benedikt94 - 17. Nov, 17:25